Waldbestattung FriedWald

Eine alternative Bestattungsform in der Ruhe des Waldes.

Begraben an der Wurzel eines Baumes.

FriedWald ist eine alternative Bestattungsform. Die Asche Verstorbener wird an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt, der in einem als FriedWald ausgewiesenen Wald steht.

Gräber in der freien Natur

Im FriedWald sind die Gräber schlicht und einfach, ein Namensschild am Baum macht auf die Grabstätte aufmerksam. Wer eine anonyme Bestattung möchte, kann auch auf dieses Schild verzichten. Angehörige haben dennoch die Möglichkeit, die Grabstätte jederzeit zu finden, die Bäume sind gekennzeichnet und in Registern bei der Kommune und bei FriedWald eingetragen. An den Hauptzugangswegen stehen Waldtafeln, auf denen die Fläche eingezeichnet ist, die als Bestattungsplatz genutzt wird. Die Tafel weist auch auf die Besonderheit des Ortes hin.

Einäscherung ist Voraussetzung

Menschen, die sich für eine Baumbestattung interessieren, müssen sich grundsätzlich für eine Einäscherung entscheiden. Ein Großteil der Interessenten sucht sich zu Lebzeiten den geeigneten Baum aus. Angehörige und Freunde werden über diesen Schritt informiert, im Idealfall wird eine Willenserklärung mit dem Beisetzungswunsch formuliert und handschriftlich hinterlegt.

Beisetzung nach eigenem Wunsch

Welche Rituale die Beisetzung in einem FriedWald begleiten, bleibt den Wünschen der Verstorbenen und ihrer Angehörigen weitgehend überlassen. Christliche Beisetzungen sind im FriedWald ebenso üblich wie Bestattungen ohne geistlichen Beistand.

Gemeinschaftsbaum oder Familienbaum?

Bei der Baumauswahl besteht die Möglichkeit, sich für einen Gemeinschaftsbaum oder einen Familien- oder Freundschaftsbaum zu entscheiden. Insgesamt können an einem Baummaximal zehn Urnen bestattet werden. Die Preise für Familien- und Freundschaftsbäume beginnen bei 2700 Euro. Die günstigste Möglichkeit in einem FriedWald beigesetzt zu werden ist der Basisplatz, der 490 Euro kostet. FriedWald-Bäume werden mit forstlichem Sachverstand ausgewählt. Sie werden zum natürlichen Grabmal und dienen Angehörigen als Ort des Gedenkens und Erinnerns.

FriedWald in Deutschland

Seit Mitte 2000 gibt es das FriedWald-Konzept in Deutschland. Mit dem FriedWald Reinhardswald bei Kassel wurde im Jahr 2001 der erste Bestattungswald in der Bundesrepublik eröffnet. Seitdem hat es 22.000 Beisetzungen an den mittlerweile bundesweit 36 FriedWald-Standorten gegeben: Sie liegen in zehn Bundesländern, in Hessen (8), Niedersachsen (9), Nordrhein-Westfalen (4), Baden-Württemberg (6), Bayern (3), Rheinland-Pfalz (2), Saarland (1), Brandenburg (1), Mecklenburg-Vorpommern (1) und Sachsen-Anhalt (1). Die Bestattung in der Natur wird deutschlandweit von der FriedWald GmbH in Griesheim bei Darmstadt angeboten.

Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung der FriedWald®-GmbH   

 

 

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